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3. Oktober 2015

43 / Aus – Berliner Luft – Rauch - Joggerboy


Den Samstag Abend war ich zu einer Party bei meinem Freund Levi eingeladen. Levi ist ein Dreijähriger im Körper eines Riesen. Den dreijährigen kann man finden wenn man es schafft Levi zum lachen zu bringen. Die Party sollte um 22 Uhr starten, ich machte mich um elf auf den weg um wenigstens halbwegs pünktlich zu sein.
Horst hob den Kopf, als ich die Tür quietschend öffnetet. Er lag in seiner üblichen Ecke, von Jack war keine Spur zu sehen.
Nabend Horst.“
Er schnaufte nur,
Wo steckt denn Jack?“ fragte ich und versuchte mich möglichst unauffällig umzusehen.
Ist aus.“ war Horsts Antwort.
Ah. Und wo aus?“
Keine Ahnung. Ist mir auch egal.“

8. Februar 2015

30 / Hallo – Lichtrefelexionsfläche – cool wie eine Gurke - Binky


Es war das Geräusch der Treppenstufen, dass eine Erinnerung heraufbeschwor. Als ich heute die zweite Treppe in meinem Haus hochging hörte ich klar und deutlich ein "Hallo" im Quietschen der Treppenstufen. Ich blieb stehen, drehte mich um und ging den letzten Schritt nochmal. Nichts, kein Quietschen der Stufe, kein "Hallo". Ich schüttelte den Kopf und ging weiter. Da ich im Altbau lebe ist es normal das die Treppe quietscht und in dem Zusammenhang hatte ich Gelächter im Hinterkopf, aber bisher hatte ich noch keine Worte von meiner Treppe vernommen. Und trotzdem hatte ich beim weitergehen das Gefühl dass hinter mir getuschelt wurde.
Das Licht im dritten Stock geht schon seit ein paar Tagen nicht. War also eigentlich nichts besonderes aber als ich mich heute dem dritten Stock näherte hatte die Dunkelheit ein Aussehen, dass mich nervös machte.
"Pass auf" kam von der Treppenstufe unter mir. Ich zog den Fuß zurück und zögerte. Die Stufe entspannte sich mit einem leisen Seufzen.
"The Fuck?" murmelte ich zu mir selbst. In meinem linken Augenwinkel blitzte es wieder einmal kurz auf und inzwischen bin ich mir sicher, dass das meine Nerven sind.
Das einem mulmig ist wenn man ins dunkle kommt ist glaube ich für jeden normal, aber das was ich fühlte ging darüber hinaus. Ich stand auf halber Höhe der Treppe und starrte angestrengt ins dunkel. Von unten und oben schien jeweils etwas Licht in den Flur, aber eine Stelle lag im völligem dunkel. Gerade als ich weitergehen wollte fiel mir auf, das die dunkle Stelle fast so etwas wie einen klaren Umriss hatte, als sich die Dunkelheit auch schon bewegte und auf mich zukam.
Wie erwartet verfiel ich in Schockstarre und glotzte nur blöd.

21. August 2014

11 / Schwester Peggy – Himmel – Orgrimmar - GROSSBUCHSTABEN


Nachdem die Bibliothek eh noch für ein paar Tage geschlossen bleibt, ungeachtet dessen was auch immer Herr Steiner verstanden zu haben glaubt, bat ich heute um einen freien Vormittag um mal wieder meine Seele aufpolieren zu lassen. Mein Arzt des Vertrauens dafür ist Doktor Wurstmann, der neben Dermatologie auch Spiritologie gelernt hat.
Schwester Peggy im Wartezimmer begrüßte mich wie immer freundlich aber ohne wirklich von mir Notiz zu nehmen. Sie hatte den Grad der Professionalität erreicht, an dem sie alles sah und doch nichts sah. Sie wusste wer sich im Wartezimmer befand ohne auch nur mit einem einzelnen Augenkontakt gehabt zu haben. Aber das kannte ich bereits also richtete ich den Blick auf ihr Namensschild und trat an den Tresen.