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24. Juli 2015

39 / Achtunddreißig – rostige Fahrräder – Aschenbecher – Fortpflanzung – endlaser - fressen und ficken


Meine erste Reaktion war mich auf der Stelle umzudrehen und wieder ins Klo zu gehen.
Bleib hier. Ich will doch nur reden.“ sagte Ciev.
Ich ging einen Schritt auf sie zu, doch sie zuckte nicht einmal zusammen.
Warum zur Hölle sollte ich mit dir reden wollen?“
Du willst nicht aber du hast keine Wahl.“ antwortete sie.
Keine Wahl? Blödsinn.“
Ich setzte mich in Bewegung Richtung Innen Raum, doch sie trat mir in den Weg.
Geh mir aus dem Weg.“
Sonst was?“ fragte sie und ihre oh so grünen Augen funkelten mich an.
Du wirst schon sehen was sonst...“
Sie seufzte und sah zu Boden, ging aber nicht beiseite.
Ich packte sie an der Schulter und versuchte sie wegzuschieben, aber sie rückte nicht weg.
Okay, folgendes. Ich will mit dir reden und wir werden reden.“

16. Juni 2015

38 / Stück Brot – Mitte Mai- fette Schnecken - grün


Es war voll und heiß im Duncker. Draußen waren trotz hinter uns gebrachter Geisterstunde noch immer 22 Grad und hier drin tropfte die Feuchtigkeit von den Wänden. Es war Zeit für einen neuen Aufguss. Ich torkelte Richtung Toilette, hatte heute Abend schon deutlich mehr Alkohol zu mir genommen als gut für mich war, aber jede Faser meines Körpers schrie nach Flüssigkeit. Zudem meinte es der DJ einfach zu gut und riss einen geilen Metalsong nach dem anderen herunter. Es war Himmel und Hölle zugleich. 

15. Februar 2015

31 / Ingwer – Tasse LECK MICH - Show – Chaos


„Du willst mich doch verarschen?“
Ich stand in meiner Küche und sah Igor an, der in der Ecke zwischen Tisch und Herd platz genommen hatte. Gerade suchte er in seinem Jackett herum und brachte nach einigem Suchen eine kleine bunte Papiertüte hervor.
„Nein. Hierrr.“ sagte er und reichte mir die Tüte.
Ich nahm sie, las was darauf stand und sah ihn zweifelnd an.
„Ingwer? Du willst einen Ingwertee?“
„Ingwerrr ist mein Lieblingstee.“
„Und du hast immer einen Teebeutel einstecken für alle Fälle?“
„Drrrei.“
„Bitte?“
„Drrrei Teebeutel einstecken. Fürrr alle Fälle.“
Ich lachte auf.
„Du willst mich doch VERARSCHEN!!!“

18. Januar 2015

28 / 1,4 Promille - Sunrise - Einzelbilder - Bauchfell


Samstag Abend, Duncker Abend. Es muss glaube ich am Shirt liegen, an einer Botschaft, die "Sprich mich bitte an und was noch wichtiger ist: Geh mir auf den Sack!" bedeutet und erst ab 1,4 Promille aufwärts zu lesen ist, die sich irgendwo im Konterfei von Bowie versteckt, jedenfalls hatte ich nach kaum 20 Minuten im Club schon den ersten Betrunkenen an mir kleben, der mir versuchte irgendwas zu erzählen. Die fortgeschrittene Lähmung seiner Zunge gepaart mit dem Lärm verhinderten allerdings dass ich mehr als Genuschel verstand. Ihm ging es glaube ich auch weniger ums Gespräch ging als einfach darum Teil zwei der Nachricht auf meinem Shirt umzusetzen. Ich hatte den Verdacht, dass er mich kurz vorher auserkoren hatte, dass Objekt seiner Begierde zu werden. Ich hatte mich vor unserem Treffen auf der Tanzfläche herumgeworfen, und außer mir waren da nur noch drei weitere Gestalten über die Fläche getaumelt, ein Mädchen und zwei Kerle, einer davon groß und der andere breit. Alle drei langhaarig. Ich war da wohl einfach dem am nächsten, was Doktor Oktan als lohnenswertes, will sagen gefahrloses Ziel für seine Späßchen sah. Um die Sache abzuschließen: nach dreimaligem vergeblichen Versuch zu verstehen was er von mir wollte lies ich ihn stehen. Er taumelte von dannen und wurde kurze Zeit später vom Türtroll entfernt.

15. Dezember 2014

24 / Willkommen im Club – Deeskalation – Nichtangriffspakt - glaßgrün


Ciev und ich gingen die Treppe runter. Ihren Hula-Hoop hatte sie in meinem Flur stehen gelassen. Wir waren kaum die Hälfte der Treppen runter, als sich ein Geräusch bemerkbar machte, dass durch den Hausflur schallte. Die Tür zum Innenhof stand wie sooft offen, einer der Mieter im linken oder rechten Hinterhaus ist offenbar in einer Scheune groß geworden. Das Geräusch klang wie Kieselsteine in einem Topf, ein klappernder rasselnder Klang. Im Innenhof hallte er von den Wänden wieder, aber trotzdem konnte ich die Ursache schnell finden - Horst.

5. Dezember 2014

23 / 15 Sekunden – Zornesröte – Bahnhof – Milch und Zucker - Schicksal



Ohne Job entwickelte mein Leben seine ganz eigene kinetische Richtungsänderung. Ich schlafe bis mittag, klicke mich ein paar Stunden durchs Internet oder spiele was auf dem PC, essen wann immer ich Hunger bekomme und hab so meine Wohnung in der letzten Woche nur zweimal verlassen. Einmal um eine Pizza bei Melis um die Ecke zu kaufen und ein anderes mal um nötige Sachen einzukaufen.
Gestern lag ich halb und saß halb auf meiner Couch und schaute Guardians of the Galaxy als es an meiner Tür klingelte. Ich lies es klingeln. Sollte wer auch immer seine Werbung in die Briefkästen stopfen wollte um damit das ganze Haus zu nerven und den Regenwald noch etwas zu verkleinern doch sehen, wer ihn reinlassen wuerde. Ich sicherlich nicht.