Gerade erinnerte mich mein Smartphone daran, dass meine böse Hälfte am Samstag erscheinen wird. Ich hatte meinem Arzt zwar versprochen, mich sofort darum zu kümmmern, aber mal ehrlich, wer macht das schon?
Bewahren Sie Bettruhe! Belasten sie den Fuss nicht unnötig! Fahren sie auf keinen Fall auto nach der OP, auch lokale Anastäsie beeinträchtigt ihre Fahrtüchtigkeit!
Aber sicher doch Herr Doktor. Und demnächst höre ich auch auf Polizisten, die mir ein Rotlichtverstoss vorwerfen, weil ich in Berlin die Ampeln eigenmächtig überquere und mich dabei weniger von Farben sondern eher meine Übersicht des aktuellen Verkehrsaufkommens in Betracht ziehe und dann spontan reagiere.
In kurzen Worten: ist kein Auto da laufe ich los, rot hin oder her.
Wer tut das nicht, immerhin bin ich lange genug erwachsen.
Aber ich schweife ab. Also Samstag im Laufe des Abends wird er bei mir klingeln und dann bin ich wieder eine Woche „in touch“ mit meinem äußeren Schweinehund. Das stellt sich meist durch ausgiebiges Herumlungern und Nichtstun dar und gipfelt oft in die totale Regungslosigkeit und Arbeitsverweigerung. Ich habe mein Handy schon darauf vorbereitet mich jeden Morgen wieder daran zu erinnern, dass „ARBEITEN GEHEN!!!“ ein wichtiger Teil meines Lebens und eigentlich unverzichtbar ist. Sonst entfällt mir das am Ende noch.